Willkommen bei der Ortsgemeinde Sevelen

Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserem Ort und unserer Arbeit in der Ortsgemeinde.
Sie erhalten hier verschiedene Informationen und Einblicke in unser Dorf.


Geissbergtobel-Wanderweg wieder offen
(W&O 07.07.2021)

Hunderte von Mannstunden waren nötig, um den Seveler Schluchtenweg vom Schneebruchholz freizulegen und wieder herzustellen.

Heini Schwendener

SEVELEN 55 Kilometer lang ist das kantonale und regionale Wanderwegenetz auf Seveler Boden. 3,5 Kilometer davon haben dem Wanderwegverantwortlichen Felix Gemperli, der seit diesem Jahr im Amt ist, ganz besondere Sorgen bereitet. Der schneereiche Winter hat nämlich Anfang Jahr den bekannten und beliebten Schluchtenwanderweg arg in Mitleidenschaft gezogen. Das Ausmass der Zerstörung in Bezug auf die Wanderwege war beispiellos. Unter der Schneelast brachen – insbesondere im Raum Geissbergtobel – unzählige Äste und Bäume wurden gleich reihenweise entwurzelt.

«Der Anblick der geknickten Bäume glich einem Mikado», erinnert sich Felix Gemperli zurück an die erste Begehung. Bis zu eineinhalb Meter hoch türmten sich die Äste und Stämme, vom Waldboden und vom Wanderweg war nichts mehr zu sehen. «Wie bringt man bloss all dieses Holz da wieder raus», waren seine ersten Gedanken, um sich in der Folge gleich ein optimistisches Ziel zu setzen: Bis Pfingsten sollte der Wanderweg wieder begehbar sein. Das war angesichts der Herkulesaufgabe dann doch zu optimistisch.

Viele helfende Hände waren notwendig

Erst kürzlich konnte der ganze 3,5 Kilometer lange Rundlauf wieder freigegeben werden. Allein Gemperli und seine Wanderweghelfer haben vom April bis Mitte Juni rund 230 Stunden dafür gearbeitet. Ausserdem absolvierte eine Gruppe von Zivilschützern einen einwöchigen Einsatz. Aber auch Leute vom Forstdienst Grabus und vom Werkhof der Gemeinde waren mit von der Partie und haben ihren Beitrag geleistet, dass der Weg wieder freigelegt und die Schäden an Stegen und Geländern behoben wurden. An einem Ort war der Wanderweg weggerutscht und es wurden aufwendige Kunstbauten mit Rundholz nötig, um im steilen Hang wieder einen neuen Weg anlegen zu können.

Weil der Winter auch andernorts rund um den Ansagipfel schwere Schäden hinterlassen hat, waren auch dort Aufräumarbeiten vonnöten, wo der Wanderweg betroffen war. Dank der grossen Arbeit aller Beteiligten konnte bereits zu Beginn der Wandersaison der Schluchtenweg zumindest auf Teilen wieder begangen werden. Über einen alten, wenig begangenen Pfad vom Geissbergtobel zum Chliberg konnte sogar eine passable Umleitung signalisiert werden. So blieb der Schluchtenweg auch während der Reparaturarbeiten im oberen Teil des Geissbergtobels ein Rundkurs.

Schluchtenweg ist beliebt, seit Corona erst recht

Felix Gemperli ist allen, die bei der Wiederherstellung des Schluchtenwegs behilflich waren, sehr dankbar. So wurden sie beispielsweise vom Werkhof der Gemeinde gut unterstützt: «Die Materialien und Werkzeuge, die uns zur Verfügung gestellt wurden, haben es ermöglicht, dass wir sehr professionell und effizient arbeiten konnten.»

Wandern boomt, das hat der Seveler Wanderwegverantwortliche seit vergangenem Frühling ebenfalls festgestellt. «Es gibt einen richtigen Run auf den Schluchtenweg», erzählt er. Um so mehr freut es ihn, dass der Weg nun wieder auf seiner ganzen Länge und auch sicher begehbar ist. Allerdings bleibt trotz aller Sicherungen, die eingebaut wurden, ein Restrisiko. Denn Vorsicht ist in einer Schlucht, wo es meist nass ist, immer nötig.